Nele im Nebel

 
Nele im Nebel
Ortrud Beckmann
Nele im Nebel
Ein Jugendroman über das Leben mit psychisch kranken Eltern
16,90 EUR
lieferbar
Menge Stk.
 
Nele im Nebel
Einbandart: Gebunden
156 Seiten
Mabuse
2014
 
Bestellnr.: 202152
ISBN: 9783863211523
 
Inhaltsbeschreibung:
Die dreizehnjährige Nele lebt mit ihrer jüngeren Schwester Kiki in einer Wohngruppe. Papa wohnt schon lange nicht mehr bei ihnen. Mama wurde erst immer merkwürdiger und ist dann plötzlich verschwunden.
Als Nele eine Lungenentzündung bei Onkel Leo und Tante Friedel auskurieren soll, ist sie alles andere als begeistert: Was soll sie denn auf einer öden Nordsee-Insel? Bestimmt wird sie Kiki ganz furchtbar vermissen.
Doch Leo und Friedel entpuppen sich als schwer in Ordnung. Als Nele auch noch den um ein Jahr älteren Tonke kennenlernt, steht sie plötzlich vor einer schwierigen Entscheidung.
Behutsam, aber ohne Beschönigungen erzählt „Nele im Nebel“ von dem schwierigen Weg, den viele Kinder psychisch kranker Eltern gehen müssen. Es macht Mut, spendet Trost und zeigt: Egal, was mit Mama und Papa los ist – jedes Kind hat das Recht auf ein eigenes Leben.
Der Roman eignet sich auch für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen psychisch kranker Eltern.

Leseprobe:
Vor ihr, in einiger Entfernung, stand eine kleine schwarze Gestalt. Sie stand einfach so da und bewegte sich lange nicht. Nele kniff die Augen zusammen und versuchte, die Gestalt zu erkennen. Sie hatte das Gefühl, die Gestalt würde versuchen, auch sie zu erkennen. Dann schoss es ihr plötzlich durch den Kopf: Was wäre, wenn das Mama wäre, die nach ihr Ausschau hielt, die sie suchte? Nele setzte sich in Bewegung, sie musste sich vergewissern. Ja, vielleicht war Mama hergekommen, um sie zu holen. Nele rannte schneller, rutschte und stolperte. Die rundliche Gestalt hatte Mamas Größe, hatte ihre Statur.
Sie bewegte sich wie Mama. Die Gestalt in der Ferne hatte sich nun auch in Bewegung gesetzt. Nele musste sie unbedingt erreichen. Sie begann zu keuchen. Die schwarze Gestalt ging unbeirrt weiter, immer weiter. So sehr sich Nele auch mühte, der Abstand zwischen ihnen wurde nicht geringer.
Nele schnappte nach Luft, sie musste immer wieder anhalten. Ein Ring hatte sich um ihre Brust gelegt. Sie rang nach Luft und kramte in ihren Taschen. Na klar, sie hatte das Spray vergessen! Sie konnte kaum noch weitergehen. Die schwarze Gestalt wurde kleiner statt größer. Nele wollte schreien: Mama, warte auf mich! Sie brachte nur ein Röcheln zustande. Höchstens ein, zwei Schritte schaffte sie noch, bis sie auf einer Eisscholle niedersank und laut röchelnd und pfeifend nach Luft rang. Verzweifelt schaute sie der schwarzen Gestalt nach, die immer kleiner wurde und schließlich in der Ferne verschwand.

 
Die dreizehnjährige Nele lebt mit ihrer jüngeren Schwester Kiki in einer Wohngruppe. Papa wohnt schon lange nicht mehr bei ihnen. Mama wurde erst immer merkwürdiger und ist dann plötzlich verschwunden.
Als Nele eine Lungenentzündung bei Onkel Leo und Tante Friedel auskurieren soll, ist sie alles andere als begeistert: Was soll sie denn auf einer öden Nordsee-Insel? Bestimmt wird sie Kiki ganz furchtbar vermissen.
Doch Leo und Friedel entpuppen sich als schwer in Ordnung. Als Nele auch noch den um ein Jahr älteren Tonke kennenlernt, steht sie plötzlich vor einer schwierigen Entscheidung.
Behutsam, aber ohne Beschönigungen erzählt „Nele im Nebel“ von dem schwierigen Weg, den viele Kinder psychisch kranker Eltern gehen müssen. Es macht Mut, spendet Trost und zeigt: Egal, was mit Mama und Papa los ist – jedes Kind hat das Recht auf ein eigenes Leben.
Der Roman eignet sich auch für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen psychisch kranker Eltern.

Leseprobe:
Vor ihr, in einiger Entfernung, stand eine kleine schwarze Gestalt. Sie stand einfach so da und bewegte sich lange nicht. Nele kniff die Augen zusammen und versuchte, die Gestalt zu erkennen. Sie hatte das Gefühl, die Gestalt würde versuchen, auch sie zu erkennen. Dann schoss es ihr plötzlich durch den Kopf: Was wäre, wenn das Mama wäre, die nach ihr Ausschau hielt, die sie suchte? Nele setzte sich in Bewegung, sie musste sich vergewissern. Ja, vielleicht war Mama hergekommen, um sie zu holen. Nele rannte schneller, rutschte und stolperte. Die rundliche Gestalt hatte Mamas Größe, hatte ihre Statur.
Sie bewegte sich wie Mama. Die Gestalt in der Ferne hatte sich nun auch in Bewegung gesetzt. Nele musste sie unbedingt erreichen. Sie begann zu keuchen. Die schwarze Gestalt ging unbeirrt weiter, immer weiter. So sehr sich Nele auch mühte, der Abstand zwischen ihnen wurde nicht geringer.
Nele schnappte nach Luft, sie musste immer wieder anhalten. Ein Ring hatte sich um ihre Brust gelegt. Sie rang nach Luft und kramte in ihren Taschen. Na klar, sie hatte das Spray vergessen! Sie konnte kaum noch weitergehen. Die schwarze Gestalt wurde kleiner statt größer. Nele wollte schreien: Mama, warte auf mich! Sie brachte nur ein Röcheln zustande. Höchstens ein, zwei Schritte schaffte sie noch, bis sie auf einer Eisscholle niedersank und laut röchelnd und pfeifend nach Luft rang. Verzweifelt schaute sie der schwarzen Gestalt nach, die immer kleiner wurde und schließlich in der Ferne verschwand.

 
Ortrud Beckmann
Ortrud Beckmann arbeitet bei der PFIFF gGmbH im Bereich Patenschaften für Kinder psychisch kranker Eltern. Sie ist Kinder- und Jugendlichentherapeutin (HPG) und hat in Hamburg das Auryn-Projekt für Kinder psychisch kranker Eltern aufgebaut und geleitet. Die dort gesammelten therapeutischen Erfahrungen sind in ihren Jugendroman "Nele im Nebel" eingeflossen.
 
 
 
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