Wo steht die Medizin 60 Jahre nach dem Nürnberger Ärzteprozess? Wo müssen sich ÄrztInnen gegen die Vereinnahmung durch Politik und gesellschaftlichen „Mainstream“ wehren? Im Mittelpunkt des größten medizinethischen Kongresses im deutschsprachigen Raum standen folgende Themen: Ökonomisierung versus Solidarität, Ressourcenverteilung, Medizin- und Pflegeethik, Arzneimittelversorgung, DRGs, Patientenverfügungen, Patientenautonomie, Organhandel, internationale Entwicklungen am Beispiel der USA und Niederlande sowie Medizin und Nationalsozialismus. Der Band versammelt die wichtigsten Kongressbeiträge u. a. von Margarete Mitscherlich, Horst-Eberhard Richter und Thomas Gebauer.
"Ein sehr empfehlenswertes Buch für Menschen, die gern genauer hinschauen." (Gesundheitsladen München 12/2008) "Sehr lesenswert. Die Beiträge analysieren sachlich, umfassend und in verständlicher Sprache die gegenwärtigen Veränderungen." (Ergotherapie und Rehabilitation, 3/2009) "Für jede Ärztin und jeden Arzt, die sich kritisch mit unserem Gesundheitswesen auseinandersetzen, ist der Dokumentationsband ein "Muss"." (Hessisches Ärzteblatt, 5/2009)
Moritz Gerhardt, geb. 1974, arbeitet als Internist in einem Kölner Krankenhaus. Stephan Kolb, geb. 1963, Journalist und Arzt, leitet den Bereich Unternehmensentwicklung am Klinikum Nürnberg. Die IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung) engagiert sich seit 1982 für eine Welt ohne atomare Bedrohung und Krieg. 1985 wurde die Organisation dafür mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. In Erinnerung an Alice Ricciardi, geb. von Platen-Hallermund, 28.04.1910–23.02.2008, Kongresspräsidentin des 1. IPPNW-Kongresses „Medizin und Gewissen“ 1996 in Nürnberg. |