„Das deutsche Gesundheitssystem gehört, was die Ausgaben
angeht, zur Weltspitze: 3.510 Euro je Einwohner hat es 2010 gekostet, so viel
wie nie zuvor“, heißt es in einem Einladungsschreiben des Verbandes. Betrachte
man aber die damit erreichte Versorgungsqualität, sei Deutschland bestenfalls
Mittelmaß. Viel Geld versickere in einer aufgeblähten Verwaltung, Über- und
Fehlversorgung und Doppelstrukturen, während die Pflege sich regelmäßig anhören
müsse, für ein „Mehr“ sei kein Geld vorhanden. Neben dem
Bundesgesundheitsministerium in Berlin werden die Mahnwachen von Freitag, dem
11. Mai um 12 Uhr, bis Samstagmittag, den 12. Mai auch in Schwerin, Hannover,
Düsseldorf, Bremen, München, Dresden, Wiesbaden und Stuttgart stattfinden.
Rückmeldungen an den Verband, dass einige Arbeitgeber ihren
MitarbeiterInnen die Teilnahme an der Aktion verboten haben, haben den DBfK dazu
veranlasst, ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass sich Pflegende, die in ihrer
Freizeit und in Privatkleidung teilnehmen, ihr bürgerliches Grundrecht
wahrnehmen, wie es in Artikel 5 des Grundgesetzes verankert ist: „Jeder hat das
Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten
und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten.“
Quellen: dbfk.de, bibliomed.de