Über Dr. med. Mabuse

 
 

kritisch - unabhängig - berufsübergreifend - sozial

 
Seit über 35 Jahren sorgt die Zeitschrift Dr. med. Mabuse für einen anderen Blick auf die Gesundheits- und Sozialpolitik.
Wir bieten mit der Zeitschrift ein Forum für Beiträge und Debatten, die alle Gesundheitsberufe betreffen. Wir möchten erreichen, dass die Gesundheitsberufe miteinander darüber ins Gespräch kommen, wie ihre Arbeit, die Versorgung der PatientInnen und das Gesundheitswesen als Ganzes besser und zufriedenstellender gestaltet werden können.
Das Konzept einer Zeitschrift für alle Gesundheitsberufe ist immer noch einzigartig in der deutschen Presselandschaft – damit ist Dr. med. Mabuse unverzichtbar für alle, die sich umfassend und kritisch informieren wollen.

Worüber unsere AutorInnen schreiben

Dr. med. Mabuse erscheint sechsmal im Jahr. Für die Zeitschrift schreiben AutorInnen aus den unterschiedlichen Gesundheitsberufen, Lehrende und WissenschaftlerInnen, SchülerInnen und StudentInnen sowie FachjournalistInnen.
Jede Ausgabe widmet sich einem ausgewählten Schwerpunkt-Thema. Darüber hinaus erscheinen Beiträge zur Gesundheitspolitik, zu aktuellen Entwicklungen in den verschiedenen Gesundheitsberufen sowie zu laufenden Diskussionen zur Kranken- und Altenpflege, Psychiatrie, Ausbildung/Studium, Gen-/Reproduktionstechniken, Public Health, Ethik, Pharmapolitik oder Gesundheit in der „Dritten Welt“.
Anregungen und Mitarbeit sind immer willkommen!

Wer uns berät


Im Themenbereich Pflege wird unsere Redaktion seit 1987 von einer Pflegeredaktion unterstützt. Diese wurde von der Pflegepionierin Hilde Steppe gegründet und besteht heute aus sechs Mitgliedern. Sie arbeiten in der Altenpflege, der Lehre, in der Palliativversorgung und in der Supervision. Ohne ihre fachliche Kompetenz und ihr über die Jahre begeistertes und ehrenamtliches Engagement wäre Dr. med. Mabuse kaum vorstellbar. Die Pflegeredaktions-Treffen finden alle zwei Monate statt, es werden Texte, Themen und Ideen diskutiert.
 
Sie kennen Dr. med. Mabuse noch nicht? Bestellen Sie ein kostenloses Probeheft – ganz unverbindlich! Und überzeugen Sie sich von der Qualität unserer Arbeit.

Sie möchten Dr. med. Mabuse regelmäßig lesen? Abonnieren Sie jetzt zum Vorzugspreis: Sie erhalten das Jahresabo für nur 29 statt 42 Euro und können sich zusätzlich ein Geschenk aussuchen!
Übrigens: Als beruflich Pflegende können Sie sich für das Abonnement des Dr. med. Mabuse drei Fortbildungspunkte anrechnen lassen. Wie das geht, erfahren Sie hier.
 

Geschichte der Zeitschrift

 
 

1976

Bei der Fachschaftswahl der Medizinstudierenden in Frankfurt am Main erringt die Liste der Undogmatischen Linken (Spontis) einen klaren Sieg. Es entsteht die Idee, eine neue Art Fachschaftszeitschrift zu machen, die sich kritisch mit Medizin und Gesundheitspolitik auseinandersetzt und auch andere Berufsgruppen im Gesundheitswesen einbeziehen soll.
Der Name des neuen Studiblattes soll provozieren – der nächtliche Vorschlag Dr. med. Mabuse findet eine eindeutige Mehrheit. Am 10. Dezember erscheint die erste Ausgabe.

 

1977

Die Unruhe an den medizinischen Fachbereichen nimmt deutlich zu. Die Einführung des Praktischen Jahres und die damit verbundene bundesweite Streikbewegung der StudentInnen prägen die Inhalte des Dr. med. Mabuse. Dies wirkt sich auch auf die Verbreitung des Dr. med. Mabuse aus: Bereits ab der Nr. 2 wird die Zeitschrift auch von Fachschaftlern anderer Unistädte verkauft, und ab der Nr. 6 arbeiten auch Medizinstudierende aus Berlin, Gießen, Hamburg, Heidelberg, Marburg, Köln, Aachen und Freiburg redaktionell an der Zeitschrift mit.
Der Frankfurter Psychiatriekonflikt ist der zweite wichtige Bezugspunkt der 77er Hefte. Die Kritik des Journalisten Ernst Klee an den unhaltbaren Zuständen in der Psychiatrie der Frankfurter Uniklinik finden ein großes öffentliches Echo und drücken sich auch in einer Demonstration mit PatientInnenbeteiligung aus.
 

1979

Perspektivwochenende in Gießen: Dort werden die basisdemokratischen Strukturen beschlossen, die im Wesentlichen bis in die 90er Jahre praktiziert werden sollten. Die Redaktion setzt sich aus den autonom arbeitenden örtlichen Mabuse-Gruppen zusammen, diese erstellen Artikel und verschicken sie an die anderen Gruppen, ein Redaktionsstatut existiert nicht. Oberstes Entscheidungsgremium ist das viermal jährlich (und jeweils in einer anderen Stadt) stattfindende überregionale Redaktionstreffen, auf welchem alle Artikel diskutiert und abgestimmt und auch organisatorische Fragen geklärt werden.


1980

Als Alternative zum Deutschen Ärztetag geplant, trifft der Aufruf des Berliner Gesundheitsladens zum 1. Gesundheitstag auf eine Aufbruchstimmung: Mit 10 000 TeilnehmerInnen hatte niemand gerechnet. Neben einem breiten inhaltlichen Spektrum wird zum ersten Mal nach dem Krieg die Verstrickung der Medizinerschaft in die Verbrechen der Nationalsozialisten öffentlich debattiert. Von den Nazis vertriebene jüdische Ärzte kommen dazu erstmals nach Deutschland.
 

1983

Dr. med. Mabuse Nr. 30 meldet: „Das Imperium schlägt zurück“. Das Deutsche Ärzteblatt überzieht uns mit einer Klage, weil wir dazu auffordern, die pharmawerbungsarme Ausgabe C des Standesblattes zu bestellen. Das angedrohte Ordnungsgeld von 500 000 DM lässt uns klein beigeben.
 

1984

Dr. med. Mabuse Nr. 33 beschäftigt sich mit der Gesundheitspolitik der Grünen und hat im 9. Jahrgang das erste farbige Titelbild. Außerdem beschließen wir, Broschüren von Initiativen im Gesundheitswesen zu verbreiten: der Anfang unseres Verlages und unserer Versandbuchhandlung.

 

1985

In Heft 36 erscheint der erste Schwerpunkt zum Thema „Pflege“. Mabuse geht zum ersten Mal auf die Buchmesse, zusammen mit der IPPNW, die just während der Messe den Friedensnobelpreis erhält.
 

1986

Dr. med. Mabuse erscheint ab sofort sechsmal pro Jahr.
 

1987

Ein Aufruf von Hilde Steppe zur Gründung einer „Autonomen Pflegeredaktion“ im Dr. med. Mabuse findet große Resonanz: 100 Leute aus dem Pflegebereich kommen zu einem ersten Treffen nach Frankfurt.
 

1989

Die erste LeserInnenumfrage wird durchgeführt: Noch ist der typische Mabuseleser männlich, 39 Jahre alt und Arzt. Fast alle Neuabos und Buchbestellungen kommen aber aus dem Pflegebereich.
 

1990

Das erste Redaktionstreffen des Jahres findet im mauerfreien Berlin statt: Die Gesundheitsdebatte  dreht sich unter anderem um die Polikliniken der DDR. Mabuse gründet eine GmbH.
 

1992

 Nach fünf Jahren im "KBW-Haus" ziehen wir mit den anderen Mietern (Ökotest, taz, Grüne) ins neue Ökohaus am Westbahnhof.
 

1993

"Die Hölle von Ueckermünde – Psychiatrie im Osten" heißt ein Fernsehfilm von Ernst Klee. Die erschütternden Bilder lösen Entsetzen aus, Dr. med. Mabuse bringt Beiträge aus Ost und West.
 

1996

Mit der Nr. 100 erscheint die dickste Dr. med. Mabuse-Ausgabe aller Zeiten und zum ersten Mal mit vierfarbigen Innenseiten. Die Schwerpunkte der 96er Hefte: Public Health, behinderte Menschen, Medizin und Gewissen. Wir gehen ins Internet und sind per E-Mail erreichbar.
 

1997

Eine Mabuse-Leserreise mit Hauptaugenmerk auf dem Gesundheitswesen geht nach China.
 

2002

Am 25. Mai feiern wir mit AutorInnen, LeserInnen und FreundInnen den 25. Mabuse-Geburtstag mit 300 Gästen im Ökohaus.

2003

Wie schreiben zu Wohnen im Alter, Gesundheit von Gesundheitsberuflern und natürlich zur großen Gesundheitsreform. Wir publizieren Bücher mit Terre des Femmes, medico international und medica mondiale.
 

2005

Mittlerweile ist die Belegschaft auf zehn MitarbeiterInnen angewachsen. Durch Investitionen und einen Wechsel der Druckerei kann der Dr. med. Mabuse nun durchgängig vierfarbig gedruckt werden. Auch das Layout wird gründlich überarbeitet.

2007

Am 15. September feiert Dr. med. Mabuse im Festsaal des Frankfurter Ökohauses seinen 30-jährigen Geburtstag. Zur Feier kommen viele FreundInnen, AutorInnen und GeschäftspartnerInnen. Die Resonanz auf die Inhalte der Zeitschrift ist so ermutigend, dass wir uns auf die nächsten 30 Jahre Streiten für ein besseres Gesundheitswesen freuen!

2008

Nach dem Blick zurück folgt die Schau in die Zukunft: Wie wird das Gesundheitswesen in 30 Jahren aussehen? Unsere AutorInnen – darunter ÄrztInnen, PflegewissenschaflterInnen, Pflegende, Hebammen und Gesundheitswissenschaftler – entwerfen Visionen und Schreckensbilder, von der Neurosozialpsychiatrie über Disability Mainstreaming bis zu einem Abschlussbericht der Menschheit.

2009

Integrierte Versorgung, Migration, Palliativversorgung, E-Health, Ekel und Scham und schließlich das Thema Arbeitsorganisation in den Gesundheitsberufen sind die Schwerpunkte dieses Jahres.

2010

Der „Hilfe beim Sterben“-Schwerpunkt im Mai/Juni sorgt für lebhafte Diskussionen, wie weit Hilfe beim Sterben gehen darf. Die Texte unserer AutorInnen werden gleichzeitig als zu Sterbehilfe-kritisch und als zu Sterbehilfe-bejahend wahrgenommen. Im Schwerpunkt der Juli/August-Ausgabe bezieht Dr med. Mabuse politisch Stellung: Privatisierung von Kliniken und ein humanes, solidarisches Gesundheitswesen? Das geht nicht zusammen!

Nach langer Vorarbeit geht unser neuer Webauftritt endlich online.


Wenn Sie mehr über die Geschichte des Mabuse-Projektes lesen möchten, klicken Sie bitte hier.






 
  




  
 



 
 
 
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