Jüdische Ärzte als Krankenbehandler in Berlin zwischen 1938 und 1945

 
Jüdische Ärzte als Krankenbehandler in Berlin zwischen 1938 und 1945
Rebecca Schwoch
Jüdische Ärzte als Krankenbehandler in Berlin zwischen 1938 und 1945
64,95 EUR
lieferbar
Menge Stk.
 
Jüdische Ärzte als Krankenbehandler in Berlin zwischen 1938 und 1945
638 Seiten
Mabuse
2018
 
Bestellnr.: 202322
ISBN: 9783863213220
 
Inhaltsbeschreibung:
Am 30. September 1938 wurde sämtlichen jüdischen Ärzten die Approbation per Gesetz entzogen. Dennoch mussten zurückgebliebene Juden medizinisch versorgt werden, wenn sie krank wurden, vor allem weil man die Arbeitskraft jüdischer Zwangsarbeiter brauchte. Wegen des Kontaktverbotes zwischen „Ariern“ und „Nichtariern“ sowie der Angst vor einer Ansteckungsgefahr schufen die Nationalsozialisten den Krankenbehandler: Mit einer solchen Sondergenehmigung versorgten ehemalige jüdische Ärzte von nun an jüdische Patienten.
Für diese Studie konnten erstmals Informationen zu 369 Krankenbehandlern in Berlin zusammengetragen werden. All diese Helfer in großer Not waren in einer gefährlichen Zeit eine wichtige Stütze für krank gewordene oder verletzte Juden; aber sie gerieten auch in ethische Dilemmata, da sie beispielsweise in das Deportationsgeschehen eingebunden wurden.

 
Am 30. September 1938 wurde sämtlichen jüdischen Ärzten die Approbation per Gesetz entzogen. Dennoch mussten zurückgebliebene Juden medizinisch versorgt werden, wenn sie krank wurden, vor allem weil man die Arbeitskraft jüdischer Zwangsarbeiter brauchte. Wegen des Kontaktverbotes zwischen „Ariern“ und „Nichtariern“ sowie der Angst vor einer Ansteckungsgefahr schufen die Nationalsozialisten den Krankenbehandler: Mit einer solchen Sondergenehmigung versorgten ehemalige jüdische Ärzte von nun an jüdische Patienten.
Für diese Studie konnten erstmals Informationen zu 369 Krankenbehandlern in Berlin zusammengetragen werden. All diese Helfer in großer Not waren in einer gefährlichen Zeit eine wichtige Stütze für krank gewordene oder verletzte Juden; aber sie gerieten auch in ethische Dilemmata, da sie beispielsweise in das Deportationsgeschehen eingebunden wurden.

 
Rebecca Schwoch
Rebecca Schwoch ist habilitierte Medizinhistorikerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Ihre Forschungsschwerpunkte sind: Medizin im Nationalsozialismus, Psychiatriegeschichte und Ärztliche Standespolitik im 19. und 20. Jahrhundert.
 
 
 
Alle Preise verstehen sich inkl. der gesetzlichen MwSt. Weitere Informationen finden Sie unter den Versandhinweisen.