Nebelwelten

 
Nebelwelten
Peter Wißmann
Nebelwelten
Abwege und Selbstbetrug in der Demenz-Szene
12,99 EUR
lieferbar
Menge Stk.
 
Nebelwelten
Einbandart: E-Book
150 Seiten
Mabuse
2015
 
Bestellnr.: 202252
ISBN: 9783863212520
 
Inhaltsbeschreibung:
Demenz ist in aller Munde: Die Medien berichten regelmäßig. In der "Demenz-Szene" gären ständig neue Versorgungskonzepte, und die Forschung liefert Woche für Woche Meldungen über den angeblich bevorstehenden Durchbruch. Nun hat sogar die Regierung eine Allianz für Menschen mit Demenz gebildet. Könnte gar nicht besser laufen, oder? Doch, sagt Peter Wißmann. In den zurückliegenden Jahren ist zwar viel Positives erreicht worden. Dass das Thema Demenz ein Selbstläufer ist, hat aber auch zu krassen Fehlentwicklungen geführt: Ziele werden nur vage definiert, Interventionen erfolgen wirr und wenig durchdacht. Mit großer Geste wird gemacht, gemacht, gemacht – Hauptsache, das Gewissen ist beruhigt. Gute Ideen erschöpfen sich so leicht in schicken Phrasen und bequemen Ritualen. Auf der anderen Seite sind neue und alte Irrtümer auf dem Vormarsch: Menschen mit Demenz sollen in eine schöne neue Welt von Wohlfühl-Inseln einziehen, möglichst abgeschirmt vom Rest der Gesellschaft. Wenn sie tanzen, singen oder gärtnern möchten, dann bitte gut dokumentiert und mit therapeutischem Mehrwert. Schließlich sind sie vor allem krank und schließlich ist Demenz vor allem furchtbar. Aus vielen schlechten Ideen kann schnell ein gefährlicher neuer Mainstream entstehen. So kann es nicht weitergehen, sagt Wißmann, ein Insider mit jahrzehntelangem Erfahrungshintergrund. Mit seiner Streitschrift hält er der "Demenz-Szene" den Spiegel vor. Er benennt Fehlentwicklungen und zeigt Alternativen auf. Und: er lenkt den Blick wieder auf die Menschen, um die es bei dem Ganzen eigentlich gehen sollte.

Inhaltsverzeichnis

Inhalt
Vorwort ..........................................................................................................7
Lug und Trug
Oder: Von der Notlüge zur Scheinwelt ...............................................................11
Trennen und Separieren
Oder: Von Anderwelten, Paralleluniversen und dem Anspruch auf Inklusive ..........21
Es gibt (k)ein Leben ohne Therapie
Oder: Warum dürfen Menschen mit Demenz nicht einfach normal leben? ............35
Bilder, Systeme, Schulungen
Oder: Nur eine eingekästelte Welt ist eine gute Welt ...........................................41
Die im Schatten stehen
Oder: Wieso fragt eigentlich niemand die Betroffenen? ......................................53
Mit Sprache Mauern bauen
Oder: Wer will schon in ein Alzheimer-Tanzcafé? ................................................61
Abgrenzen und vernebeln
Oder: Nicht nur für erleuchtete Kreise verständlich sein .....................................68
Der nackte König
Oder: Wie halten wir es mit Alzheimer? .............................................................76
Die Welt ist krank!
Oder: Wie retten wir die Normalität? ................................................................87
Rituale
Oder: Sind die Werkzeuge noch scharf? ............................................................98
Die Wagenburg
Oder: Wie berechtigte Kritik abgewehrt und
umgedeutet wird ..........................................................................................107
Die Erde – ein Jammertal!
Oder: Viele klagen, aber wenige kämpfen .........................................................117
Wer die Politik macht
Oder: Verbindlichkeit einfordern – und selbst aktiv werden ................................123
Die Alternative – Was ist zu tun? ......................................................................137
Quellen ........................................................................................................142

 
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Demenz ist in aller Munde: Die Medien berichten regelmäßig. In der "Demenz-Szene" gären ständig neue Versorgungskonzepte, und die Forschung liefert Woche für Woche Meldungen über den angeblich bevorstehenden Durchbruch. Nun hat sogar die Regierung eine Allianz für Menschen mit Demenz gebildet. Könnte gar nicht besser laufen, oder? Doch, sagt Peter Wißmann. In den zurückliegenden Jahren ist zwar viel Positives erreicht worden. Dass das Thema Demenz ein Selbstläufer ist, hat aber auch zu krassen Fehlentwicklungen geführt: Ziele werden nur vage definiert, Interventionen erfolgen wirr und wenig durchdacht. Mit großer Geste wird gemacht, gemacht, gemacht – Hauptsache, das Gewissen ist beruhigt. Gute Ideen erschöpfen sich so leicht in schicken Phrasen und bequemen Ritualen. Auf der anderen Seite sind neue und alte Irrtümer auf dem Vormarsch: Menschen mit Demenz sollen in eine schöne neue Welt von Wohlfühl-Inseln einziehen, möglichst abgeschirmt vom Rest der Gesellschaft. Wenn sie tanzen, singen oder gärtnern möchten, dann bitte gut dokumentiert und mit therapeutischem Mehrwert. Schließlich sind sie vor allem krank und schließlich ist Demenz vor allem furchtbar. Aus vielen schlechten Ideen kann schnell ein gefährlicher neuer Mainstream entstehen. So kann es nicht weitergehen, sagt Wißmann, ein Insider mit jahrzehntelangem Erfahrungshintergrund. Mit seiner Streitschrift hält er der "Demenz-Szene" den Spiegel vor. Er benennt Fehlentwicklungen und zeigt Alternativen auf. Und: er lenkt den Blick wieder auf die Menschen, um die es bei dem Ganzen eigentlich gehen sollte.

Inhaltsverzeichnis

Inhalt
Vorwort ..........................................................................................................7
Lug und Trug
Oder: Von der Notlüge zur Scheinwelt ...............................................................11
Trennen und Separieren
Oder: Von Anderwelten, Paralleluniversen und dem Anspruch auf Inklusive ..........21
Es gibt (k)ein Leben ohne Therapie
Oder: Warum dürfen Menschen mit Demenz nicht einfach normal leben? ............35
Bilder, Systeme, Schulungen
Oder: Nur eine eingekästelte Welt ist eine gute Welt ...........................................41
Die im Schatten stehen
Oder: Wieso fragt eigentlich niemand die Betroffenen? ......................................53
Mit Sprache Mauern bauen
Oder: Wer will schon in ein Alzheimer-Tanzcafé? ................................................61
Abgrenzen und vernebeln
Oder: Nicht nur für erleuchtete Kreise verständlich sein .....................................68
Der nackte König
Oder: Wie halten wir es mit Alzheimer? .............................................................76
Die Welt ist krank!
Oder: Wie retten wir die Normalität? ................................................................87
Rituale
Oder: Sind die Werkzeuge noch scharf? ............................................................98
Die Wagenburg
Oder: Wie berechtigte Kritik abgewehrt und
umgedeutet wird ..........................................................................................107
Die Erde – ein Jammertal!
Oder: Viele klagen, aber wenige kämpfen .........................................................117
Wer die Politik macht
Oder: Verbindlichkeit einfordern – und selbst aktiv werden ................................123
Die Alternative – Was ist zu tun? ......................................................................137
Quellen ........................................................................................................142

 
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