Arbeitsfähig oder unbrauchbar?

Die Geschichte der Kinder- und Jugendpsychiatrie seit 1933 am Beispiel Hamburgs

Charlotte Köttgen / Dieter Kretzer / Inge Grolle / Ruth Baumann
23,00 €
  • Verlag: Mabuse
  • Umfang: 213 Seiten
  • Auflage: 2
  • Erscheinungsjahr: 2011
  • Bestellnummer: 01076
  • ISBN: 9783925499760
  • lieferbar
"Die deutsche Kinder- und Jugendpsychiatrie hat eine mörderische Vergangenheit. Sie gewann erst in der Nazi-Zeit an Bedeutung, weil führende Vertreter des Faches behinderte oder fürsorgebedürftige Kinder und Jugendliche gnadenlos diffamierten, selektierten und ermordeten.
Ruth Baumann hat Gutachten der 'furchtbaren' Jugendpsychiater vor und nach 1945 untersucht und verglichen. Während die Diagnosen vor 1945 für viele Kinder ins Abseits oder in den Tod führten, machten die Psychiater nach dem Kriege Karrieren und prägten auch dann noch die Kinder- und Jugendpsychiatrie, Behindertenpädagogik und Jugendkriminologie. Das Buch sollte zu einer kritischen Selbstreflexion in den medizinsichen und pädagogischen Bereichen anregen." (Ernst Klee)

»Das vorliegende Buch leistet einen hervorragenden Beitrag dazu, die Geschichte der Kinder- und Jugendpsychiatrie in der Zeit des Nationalsozialismus differenziert zu beleuchten. Eine nachdrücklich wirkende Lektüre, die einen fundierten historischen Überblick zu Kindheit, Erziehung und zu jugendpsychiatrischen Einrichtungen vor und nach 1933 bietet.« (standpunkt: sozial 1/96)
 
Charlotte Köttgen
Dr. phil. Inge Grolle, geb. 1921, Historikerin und Wissenschaftlerin, Autorin von verschiedenen Schulbüchern.

 
Dieter Kretzer
Dr. med. Charlotte Köttgen, geb. 1941, Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie, ehemalige Leiterin des Jugendpsychiatrischen/-psychologischen Dienstes im Amt für Jugend, Hamburg.Dipl.-Psych.

 
Inge Grolle
Dieter Kretzer, geb. 1939, arbeitete als psychologischer Leiter im Rahmen des Jugendpsychiatrischen/-psychologischen Dienstes im Amt für Jugend, Hamburg und als Referatsleiter "Beratung und Entlastung der Familie".
 
Ruth Baumann
Ruth Baumann, geb. 1950, führte die Untersuchung auf Anregung des Jugendpsychiatrischen/-psychologischen Dienstes im Amt für Jugend in den Jahren 1988 und 1989 durch.

 
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