Weibliche Genitalverstümmelung

Diskussion und Praxis in der Medizin während des 19. Jahrhunderts

Marion Hulverscheidt
26,95 €
  • Verlag: Mabuse
  • Umfang: 189 Seiten
  • Auflage: 3
  • Erscheinungsjahr: 2016
  • Bestellnummer: 01100
  • ISBN: 9783935964005
  • lieferbar
Weibliche Genitalverstümmelung wird in der öffentlichen Diskussion als barbarischer Akt einiger afrikanischer Ethnien wahrgenommen. Kaum jemand weiß, dass sie zur Behandlung der Masturbation, der Hysterie und anderer vermeintlich typischer weiblicher Erkrankungen auch im deutschsprachigen Raum praktiziert und sehr kontrovers diskutiert wurde. Die Autorin stellt diesen fast vergessenen Abschnitt der Medizingeschichte anhand von Fallbeispielen in klarer und sensibler Sprache erstmals umfassend dar.

»Ein wichtiges Buch nicht nur zur Geschichte von Medizin, Sexualität und Weiblichkeit in Europa, sondern auch für die aktuellen Auseinandersetzungen mit Genitalverstümmelung.« (Ariadne Nr. 44, 11/2003)

»Das Buch eröffnet eine Unzahl von Detailinformationen und liest sich dennoch spannend wie ein Krimi.« (Weiberdiwan 2/2003)

»Marion Hulverscheidt leistet mit ihrem Buch Pionierarbeit: Sie dokumentiert nicht nur erstmals die Beschneidungs-Praxis deutscher Ärzte des 19. Jahrhunderts und ihre antiken Wurzeln, sondern analysiert auch die Wechselwirkungen von Medizin und Anthropologie: eine erstaunliche Glanzleistung.« (Die Märkische, 14./15.04.2012)

 
Marion Hulverscheidt
Marion Hulverscheidt, geb. 1970, hat in Kiel und Göttingen Medizin studiert. Sie lebt und arbeitet in Berlin, ist als Ärztin, Medizinhistorikerin und wissenschaftliche Redakteurin tätig.
 
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