Der Einbruch der Rassenhygiene in die Medizin (E-Book/PDF)

 
Der Einbruch der Rassenhygiene in die Medizin (E-Book/PDF)
Jürgen Peter
Der Einbruch der Rassenhygiene in die Medizin (E-Book/PDF)
Auswirkungen rassehygienischen Denkens auf Denkkollektive und medi
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Der Einbruch der Rassenhygiene in die Medizin (E-Book/PDF)
Einbandart: E-Book
240 Seiten
Auflage: 2
Mabuse
2018
 
Bestellnr.: 202478
ISBN: 9783863214784
 
Inhaltsbeschreibung:
Der Beginn des 20. Jahrhunderts ist durch die Ausprägung neuer, paradigmatischer Leitideologien der Medizin bestimmt. Ein häufiges Argument in der neueren Medizingeschichtsschreibung ist die These, dass die neue Leitideologie der Rassenhygiene spätestens seit der Machtübernahme der Nationalsozialisten Schritt für Schritt in nahezu alle medizinischen Disziplinen eindringen sollte, um diese nach Möglichkeit für sich nutzbar zu machen, ohne dass bislang der Versuch unternommen worden ist, dieser Frage disziplinvergleichend nachzugehen.
In dieser Studie werden Einbruch und Durchsetzung der Rassenhygiene in wichtigen klinischen Disziplinen vom Ende des Ersten Weltkrieges bis zur Etablierung der NS-Herrschaft untersucht. In einem weiteren Abschnitt wird die Psychiatrie als politisches Instrument der Gegenrevolution 1918/1919 dargestellt. Auch hier kann gezeigt werden, welche Rezeptionskarriere der Rassenhygiene im Gewande der Entartungsdebatte, in der psychiatrischen Medikalisierung und Diffamierung politisch Andersdenkender und schließlich auf dem Gebiet der Forensischen Psychiatrie beschieden war.

Blätterbare Leseprobe:


Rezensionen

"Das Buch ist nicht nur im historischen Kontext interessant. Die behandelte Thematik ist nach wie vor aktuell: Inwieweit trägt die medizinische Wissenschaft auch heute dazu bei, Standards zu setzen, welche Form von Leben 'unzumutbar' ist und welche nicht?" (GID Nr. 156, August/September 2004)

"Die große Stärke dieser Untersuchung liegt darin, dass es Peters gelungen ist, trotz der Unterschiedlichkeit der einzelnen wissenschaftlichen Felder darzustellen, mit welcher Zwangsläufigkeit sich ein auf populären Konzepten und vorwissenschaftlichen Präideen beruhender Denkstil in eine seriöse Wissenschaft verwandelte und in nahezu allen Gebieten der Medizin theoretische wie moralische Grundüberzeugungen prägte."
(Vierteljahreszeitschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte 2/2005)

 
Der Beginn des 20. Jahrhunderts ist durch die Ausprägung neuer, paradigmatischer Leitideologien der Medizin bestimmt. Ein häufiges Argument in der neueren Medizingeschichtsschreibung ist die These, dass die neue Leitideologie der Rassenhygiene spätestens seit der Machtübernahme der Nationalsozialisten Schritt für Schritt in nahezu alle medizinischen Disziplinen eindringen sollte, um diese nach Möglichkeit für sich nutzbar zu machen, ohne dass bislang der Versuch unternommen worden ist, dieser Frage disziplinvergleichend nachzugehen.
In dieser Studie werden Einbruch und Durchsetzung der Rassenhygiene in wichtigen klinischen Disziplinen vom Ende des Ersten Weltkrieges bis zur Etablierung der NS-Herrschaft untersucht. In einem weiteren Abschnitt wird die Psychiatrie als politisches Instrument der Gegenrevolution 1918/1919 dargestellt. Auch hier kann gezeigt werden, welche Rezeptionskarriere der Rassenhygiene im Gewande der Entartungsdebatte, in der psychiatrischen Medikalisierung und Diffamierung politisch Andersdenkender und schließlich auf dem Gebiet der Forensischen Psychiatrie beschieden war.

Blätterbare Leseprobe:


Rezensionen

"Das Buch ist nicht nur im historischen Kontext interessant. Die behandelte Thematik ist nach wie vor aktuell: Inwieweit trägt die medizinische Wissenschaft auch heute dazu bei, Standards zu setzen, welche Form von Leben 'unzumutbar' ist und welche nicht?" (GID Nr. 156, August/September 2004)

"Die große Stärke dieser Untersuchung liegt darin, dass es Peters gelungen ist, trotz der Unterschiedlichkeit der einzelnen wissenschaftlichen Felder darzustellen, mit welcher Zwangsläufigkeit sich ein auf populären Konzepten und vorwissenschaftlichen Präideen beruhender Denkstil in eine seriöse Wissenschaft verwandelte und in nahezu allen Gebieten der Medizin theoretische wie moralische Grundüberzeugungen prägte."
(Vierteljahreszeitschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte 2/2005)

 
Jürgen Peter
Jürgen Peter, Dr. Dr., ist Privatdozent der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. Nach dem Studium der Politologie, Geschichtswissenschaften, Pädagogik und Medizin Staatsexamen für Lehramt an Gymnasien, 1994/95 Promotion mit dem Thema "Historikerstreit" in Politikwissenschaft an der Universität Frankfurt am Main und mit einer Dissertation zur "Rassenhygiene" an der Medizinischen Fakultät Heidelberg. Habilitation mit einer Monografie zum "Nürnberger Ärzteprozess" an der Universität Frankfurt. Lehrberechtigung für Soziologie und historische Sozialpsychologie.
 
 
"Das Buch ist nicht nur im historischen Kontext interessant. Die behandelte Thematik ist nach wie vor aktuell: Inwieweit trägt die medizinische Wissenschaft auch heute dazu bei, Standards zu setzen, welche Form von Leben 'unzumutbar' ist und welche nicht?" (GID Nr. 156, August/September 2004)

"Die große Stärke dieser Untersuchung liegt darin, dass es Peters gelungen ist, trotz der Unterschiedlichkeit der einzelnen wissenschaftlichen Felder darzustellen, mit welcher Zwangsläufigkeit sich ein auf populären Konzepten und vorwissenschaftlichen Präideen beruhender Denkstil in eine seriöse Wissenschaft verwandelte und in nahezu allen Gebieten der Medizin theoretische wie moralische Grundüberzeugungen prägte."
(Vierteljahreszeitschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte 2/2005)

 
 
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