Jüdische Hochschullehrer an preußischen Universitäten (1870-1924)

Eine quantitative Untersuchung mit biografischen Skizzen

Andreas D. Ebert
68,00 €
  • Verlag: Mabuse
  • Umfang: 673 Seiten
  • Erscheinungsjahr: 2008
  • Bestellnummer: 01452
  • ISBN: 9783938304525
  • lieferbar
In diesem Buch werden jüdische Hochschullehrer zwischen 1870 und 1924 in Preußen porträtiert. Während an einigen Universitäten und an speziellen Fakultäten der Anteil jüdischer Privatdozenten und Extraordinarien deutlich über 20 Prozent lag, fanden sich sowohl im Kaiserreich als auch in der Weimarer Republik weniger als fünf Prozent Hochschullehrer jüdischer Herkunft. Ebert beschreibt die politischen, religiös motivierten und strukturellen Hindernisse, die den Aufstieg von Juden an den Universitäten hemmten. Er kommt jedoch zu dem Schluss, dass der Eintritt jüdischer Gelehrter in die preußischen Universitäten trotz dieser Hemmnisse eine Erfolgsstory war, die ein wesentlicher Teil des damaligen Wissenschaftssystems und seiner Ausstrahlung bis 1933 war.

»Ein interessantes Buch, das vor allem für die LeserInnen geeignet ist, die sich mit der Thematik Antisemitismus - nicht nur aus wissenschaftlicher Sicht - intensiver auseinandersetzen wollen, an historischen Entwicklungen interessiert sind und sich mit ungleichen Chancen sowie Vorurteilen befassen.« (Psych.Pflege heute, 09/2008)

»Ein grundlegendes Buch, unverzichtbar für alle, die sich mit den Universitäten im deutschen Kaiserreich und in der Weimarer Republik, mit der Geschichte der deutschen Juden und mit den Wirkungen der Konfessionsgrenzen in der protestantisch dominierten deutschen Gesellschaft jener Zeit beschäftigen.« (Sehepunkte, 08/2008)

»Eine materialreiche und interessante Studie, an der die einschlägige Forschung künftig nicht wird vorbeigehen können.« (VSWG, 02/2011)

 
Andreas D. Ebert
Andreas D. Ebert (Jg. 1963) studierte Medizin an der Berliner Charité (Promotion 1990) und Geschichte an der Technischen Universität Berlin (Promotion 1995). 1996 absolvierte er die Facharztprüfung und ging als DFG-Stipendiat an das National Cancer Institute (Bethesda, Maryland, USA). Nach der Habilitation (2000) an der Freien Universität Berlin wurde er 2005 zum Professor ernannt und arbeitet seitdem als Direktor der Klinik für Gynäkologie und Geburtsmedizin im Vivantes Humboldt-Klinikum in Berlin.
 
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