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Zur Entwicklung der Irrenpflege vom Durchgangs- zum Ausbildungsberuf
Dorothe Falkenstein

"Irrenpflege" - so wurde die psychiatrische Pflege lange genannt -, das hieß im 19. Jahrhundert Durchgangsberuf, schlechte Bezahlung, geringes Ansehen, Kost- und Logiszwang sowie Heiratsverbot.In diesem Buch we

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rden aus pflegehistorischer Perspektive die Entwicklung der Irrenpflege vom Ende des 19. Jahrhudnerts bis zum Beginn des Nationalsozialismus untersucht und geschichtliche Wurzeln für noch heute wirkende Strukturen in der psychiatrischen Pflege sichtbar gemacht.Dorothe Falkenstein, geb. 1956, Krankenschwester, Tätigkeit in der stationären und ambulanten psychiatrischen Pflege, Studium der Germanistik, Neueren Geschichte und Philosophie, Robert-Bosch-Stipendiatin 1994-1996.

20,00 €
Jessika Hennig

Anhand von 439 Originalakten des Erbgesundheitsgerichtes Offenbach wird das Schicksal von Betroffenen in dieser Region aufgezeigt, die im Dritten Reich Opfer von Zwangssterilisationen wurden. Das Buch beschreib

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t den praktischen Ablauf des Verfahrens von der Anzeige bis zur Operation. Es vermittelt zudem einen Eindruck, wie sogenannte "Erbkranke" Opfer nationalsozialistischer Rassenpolitik wurden. Formal bezogen sich die Macher des "Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses" auf medizinisch-wissenschaftliche Kriterien, in Wirklichkeit lagen den Verfahren jedoch Sozialdiagnostik und rassenpolitische Ideologien zugrunde. Das Buch weist die reibungslose Zusammenarbeit verschiedener Institutionen, Behörden und Berufsgruppen nach, dokumentiert aber auch den Widerstand vor allem auf seiten der Betroffenen und deren Angehörigen. Die Haltung der im Verfahren beteiligten Ärzte, Richter und anderer Berufsgruppen war geprägt von Sozialdarwinismus und Rassenhygiene. Stellungnahmen gegen die Zwangssterilisation von professioneller Seite fanden sich nur sehr selten. Weitere Nachforschungen in der Gedenkstätte der Landesheilanstalt Hadamar zeigen, daß auch in Offenbach am Main "Erbkranke" später der "Euthanasie" zum Opfer fielen.

26,00 €
Eine explorative Untersuchung über ihre Voraussetzungen, Inhalte und Perspektiven
Dagmar Müller

Die Versorgung von Menschen mit chronischen Erkrankungen, Mehrfacherkrankungen und lang andauernder gesundheitlicher Beeinträchtigung stellt eine der Herausforderungen dar, denen sich die professionelle Pflege

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heute und zukünftig stellen muss. Dies erfordert eine berufliche Neuorientierung hin zu unterstützenden Tätigkeiten und eine stärkere Akzentuierung der aktivierenden rehabilitationsbezogenen Inhalte pflegerischen Handelns.Die Autorin geht der Frage nach, auf welchen allgemeinen, rechtlichen, konzeptionellen und pflegetheoretischen Grundlagen eine rehabilitationsbezogene Pflege basiert. Sie analysiert deren Umsetzung bzw. auftretende Probleme innerhalb der Pflegepraxis am Beispiel kardiologischer und neurologischer Rehabilitationseinrichtungen.

26,00 €
Deutschsprachige Gynäkologie 1920-1939
Magdalene Heuvelmann

Ausgehend von der These, daß weibliche Mutterschaft immer mehr - unter anderem über die Kontrollmechanismen der "Schwangerenvorsorge" und pränatalen Diagnostik - von einer >männlichen< Wissenschaft durchdrungen

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wird, stellt die vorliegende Arbeit die Frage nach der Funktion der Gynäkologie in diesem übergreifenden Prozeß. Die "Wissenschaft vom Weib" der 20er und 30er Jahre steht im Mittelpunkt der quantitativen und qualitativen Analyse des akademischen gynäkologischen Diskurses über Mutterschaft. Zugespitzt lautet die Leitfrage der Autorin, ob sich die Gynäkologie bereits damals als eine 'bessere' Mutter sieht, als es eine leibliche je sein könnte. Nach diesem Buch, das neue und aufschlußreiche Informationen über das Verhältnis der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und ihrer Mitglieder zum Nationalsozialismus enthält, kann diese eindeutig bejaht werden: Bereits im Zeitraum von 1920 bis 1939 wurden Bestrebungen zur Erfassung aller schwangeren Frauen durch gynäkologische Fachärzte formuliert - ein Ergebnis, das angesichts der fortschreitenden Entwicklung der Gen- und Reproduktionstechnologien auch eine aktuelle Brisanz in sich trägt.

24,00 €
Gero Bühler

Wie in der Bundesrepublik waren auch in der DDR Reformen des Medizinstudiums gleichzeitig gewünscht und umstritten. Wie ist die Entwicklung der Medizinstudiengänge aber tatsächlich verlaufen? Anhand der Auswert

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ung vielfältiger Quellen werden erstmals zusammenhängend für den Zeitraum 1945-1990 alle in der SBZ und in der DDR geltenden Studienpläne und -regelungen, die sich auf das Medizinstudium auswirkten, im Überblick dargestellt. Die Arbeit zeigt, welche Beweggründe auf ministerialer Ebene und im Wissenschaftlichen Beirat Medizin diskutiert wurden und schließlich zu Veränderungen führten.

26,00 €
Die Kontroverse um den Hirntod
Gabriele Meyer / Ingrid Mühlhauser

Schon 1992 entfachte die medizinische Behandlung der hirntoten Schwangeren Marion P. heftige Diskussionen über den Hirntod. Auch die langwierige Auseinandersetzung über die gesetzliche Regelung der Organtranspl

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antation entzündete sich im besonderen an der Fragestellung, ob der irreversible Ausfall aller Hirnfunktionen als Tod des Menschen anzuerkennen sei, Organentnahmen somit bei sterbenden oder toten Menschen durchgeführt werden.Im vorliegenden Buch werden aus dem verwirrenden Konglomerat von Einzelaspekten der Hirntod-Kontroverse markante Diskussionspunkte herausgestellt. Im Rahmen einer systematischen Herangehensweise setzt die Autorin divergierende Auffassungen zu grundlegenden Problemen des Hirntodkonzeptes in einen unmittelbaren Zusammenhang, um die Argumentationen anschließend einer kritischen Beurteilung zu unterziehen. Im Fokus stehen dabei sowohl historische, medizin-naturwissenschaftliche als auch lebensweltliche Gesichtspunkte. Darüber hinaus wird gezeigt, daß der dem Hirntodkriterium zugrundeliegende Lebensbegriff äußerst problematisch ist und es sich beim Hirntod keineswegs konstant gefügte - vielmehr um eine sich in der Auflösung befindliche - definitorische Demarkationslinie zwischen Leben und Tod handelt.

13,50 €
Ein Beitrag zu beruflicher Identität und Professionalisierung in den Pflegeberufen
Elke Hotze

Bedingt durch die demographische Entwicklung und die Veränderung im Morbiditätsspektrum sind die verschiedenen Berufsgruppen im Gesundheitswesen mit einer veränderten Sichtweise von Gesundheit und Krankheit kon

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frontiert. Gesundheitsförderung, Prävention und Rehabilitation rücken vermehrt in das Blickfeld und erfordern andere Konzepte und Qualifikationen.Das vorliegende Buch bearbeitet diese Theamatik aus dem Blickwinkel der Pflegenden in Rehabilitationskliniken und bezieht sich damit auf einen Versorgungsbereich, dem bisher in der empirischen Pflegeforschung wenig Aufmerksamkeit geschenkt worden ist.Die Autorin stellt die Implikationen eines traditionell kurativ orientierten Berufsbildes dem veränderten Anforderungsprofil gegenüber. Die Arbeit greift nicht nur einen spezifischen pflegerischen Arbeitsbereich auf, sondern problematisiert ein zentrales Thema des Gesundheitswesens: die rehabilitative Versorgung chronisch kranker und älterer Menschen.

14,00 €
Die Neugestaltung der Kassenärztlichen Vergütung zwischen Gesundheitsstrukturgesetz und "dritter Stufe" der Gesundheitsreform
Thomas Gerlinger

Das System der kassenärztlichen Vergütung wurde zwischen der Verabschiedung des Gesundheitsstrukturgesetzes und der "dritten Stufe" der Gesundheitsreform in mehreren Schritten umfassend reformiert. Kern der Ref

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orm war eine Teilpauschalierung der kassenärztlichen Leistungen, die schließlich um ein individuelles Praxisbudget ergänzt wurde. Diese Bestimmungen lösten die jahrzehntelang dominierende Einzelvergütung ab. Damit ist eine weitreichende Veränderung der ökonomischen Anreize für das ärztliche Handeln verbunden: An die Stelle der bisherigen Expansionslogik tritt nun der Anreiz zur Leistungsminimierung.Gerlinger Studie untersucht erstmals umfassend die politischen Bedingungen für diesen ebeso raschen wie tiefgreifenden Wandel. Dabei stellt er die sich verändernden Interessen des Staates und der beteiligten Verbände, also Krankenkassen und Kassenärztlichen Vereinigungen in den Mittelpunkt.

26,00 €
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